Pressestimmen
Das Ensemble besteht aus gestandenen Musikern, die den Tango nicht nur stilistisch beherrschen, sondern ihm auch eine ganz eigene Handschrift verleihen: leidenschaftlich, volkstümlich, humorvoll und stets mit großer musikalischer Raffinesse.
Bandoneonist und Moderator Henrik Albrecht, der durch Aufenthalte in Argentinien ein tiefes Verständnis für diese Musik entwickelt hat, führte mit viel Charme und Hintergrundwissen durch das Programm, unterstützt von seinen Mitmusikern. Besonders die ganz außergewöhnlichen Arrangements von ihm und von Stefan Thomas beeindruckten und sorgten immer wieder für Schmunzeln im Publikum.
Anita Brandstätter – Rheinische Anzeigenblätter
Albrecht fordert die Besucher auf, zur Musik mitzutanzen. Selbstverständlich dürfe man auch sonst in der Kirche überall tanzen. Da schleicht sich ein mildes Lächeln über das Gesicht. Da klettern jetzt wohl Dutzende von Tänzern auf das Podium, um Tango zu tanzen. Das Lächeln schlägt schnell in großes Staunen um, als die Musiker „Cuartito Azul“, einen Tango von Mariano Mores aus dem Jahr 1939, anstimmen. Als hätten sie nur auf das Signal gewartet, füllen die Besucher blitzschnell und vollständig sowohl das kleine Areal vor der Kanzel als auch den Raum hinter den Bänken.
Nach der Romance del Bario hält das Quartett eine weitere Überraschung bereit. Andreas Durban, Schauspieler und künstlerischer Leiter der Literaturoper Köln ist ebenfalls angereist. Als Sprecher wird er gern zu Lesungen eingeladen. Für das Tango-Ereignis hat er thematisch passende Texte zusammengetragen und sie mit Moderationen angereichert. „Muss man sich da wundern, dass die Vorstädte eine spezielle Form der musikalischen Melancholie erfinden?“ weist er den Weg in die eigentümliche Stimmung des Tangos. Mag sein, es ist das passende Licht, in dem er auftritt, vielleicht beflügelt ihn der „Chor“ der Tänzer zu seiner Linken, heute Abend übertrifft er sich selbst, malt mit Worten, entwirft das Bild aus Zeiten, als der Tango seinen Anfang nahm. Fast möchte man den Lärm aus den Hafenspelunken hören, die Geräusche, die der Überlebenskampf in den Vorstädten von Buenos Aires verursacht.„Der Tanz, mit dem man den traurigsten Gedanken tanzen kann“ – noch so ein Satz, den Durban dem Publikum unvergesslich ins Hirn stanzt.
Das Publikum bedankt sich verzückt. Und es sollte nicht verwundern, wenn schon beim Wein zum abschließenden Gedankenaustausch erste Wünsche nach einer Wiederholung dieses Ereignisses laut werden.
Michael S. Zerban – O-Ton
Bei einem der populärsten Tangos, geschrieben von einem Dänen, „Jalousie“ von Jakob Gade, brillierte besonders mit der Violine Wolfgang Richter. Beim originalgetreuen Arrangement spielte er frei und ging in den Saal, so dass auch die Gäste in der letzten Reihe ihn von ganz nah erleben konnten.
Der vielseitige Markus Gantenberg am Kontrabass bildete das solide Fundament des Ensembles. Neben Musical, Sinfonieorchester und Jazz ist der Tango für ihn mit seinen besonderen Spieltechniken reizvoll.
Insgesamt ein wunderschöner, zweistündiger Konzertabend – mit abwechslungsreichem Programm, großartigen Musikern, engagierten Tanzpaaren und mit viel „Witz“, sowohl in der Moderation als auch in den Arrangements.
Anita Brandstätter – Rheinbogen
Aus unserm Gästebuch










